Vom 11. bis 14. September 2025 begab sich das Team auf Exkursion ins Ruhrgebiet. Ziel der Reise waren Essen und Gelsenkirchen – zwei Städte im Strukturwandel, deren Transformationsprozesse wir aus planerischer Perspektive intensiv erkundet haben.
Die Exkursion bot nicht nur spannende Einblicke in aktuelle Projekte, sondern auch eindrucksvolle Beispiele für gelungene Stadtentwicklung im Bestand. Besonders die Gartenstadtsiedlung Margarethenhöhe zeigte sich als lebendiges Vorbild für eine soziale und funktionale Mischung jenseits der dominierenden Einfamilienhaus-Strukturen. Ihre nachhaltige Wohnqualität, kleinteilige Durchmischung und städtebauliche Dichte liefern wertvolle Impulse für eine gemeinwohlorientierte Weiterentwicklung unserer Stadträume. In Gelsenkirchen beeindruckte das Sanierungsgebiet Bochumer Straße, wo die stadteigene Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen mbH (SEG) gezielt Immobilien ankauft, saniert und wieder dem regulären Wohnungsmarkt zuführt – ein Modell, das auch für andere Städte mit hohem Erneuerungsbedarf im Gebäudebestand, insbesondere im Norden, wegweisend sein kann.
Ein weiteres Highlight war der Besuch des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein – Symbol des Strukturwandels im Revier. Per Fahrrad erkundeten wir außerdem den Essener Norden mit seinen postindustriellen Landschaften entlang des Emscher Landschaftsparks.